Bei der Februar-Ausgabe des ZauberWerk in Theater im Walzwerk am 21.02.19 waren neben Moderator Phil Schmitz der Taschendieb Giovanni Alecci, Zauberkünstler Jannik Görtz und Mentalmagier Goran Dujic zu Gast.

 

Schon vor Showbeginn schlenderten die Künstler durch das publikumsgefüllte Foyer, um sich mit ihren Zuschauern vertraut zu machen. Dass besonders Giovanni es auf etwas anderes abgesehen hatte, bemerkten einige der Gäste wohl erst, als der Leichlinger die Bühne betrat. Auf unterhaltsame Weise versuchte er dort, einen Zuschauer auf der Bühne seiner Wertgegenstände zu entledigen; erfolglos, war der gewählte Zuschauer doch wegen seines Berufs als Anwalt offenbar bestens vertraut mit Leuten dieses Fachs. Dennoch war es ihm gelungen, im Foyer schon eine beachtliche Sammlung von Wertgegenständen anzuhäufen; Handys, Uhren, Geldbörsen, die die Zuschauer nun auf der Bühne in den Händen der Künstlers wiederfanden – und natürlich in der Pause zurückbekamen.

Auch verblüffte Giovanni mit seiner einzigartigen Routine, eine Gabel, teilweise in den Händen eines Bühnengastes vollkommen und unwiderruflich zu verbiegen. Die Art und scheinbare Leichtigkeit, mit der er dabei vorgeht, macht diesen zu einem der außergewöhnlichsten Acts dieser Art.

Doch auch dem Ring einer Zuschauerin verlieh Giovanni scheinbar magische Kräfte – die nämlich zu verschwinden und an unerwarteten und selbst im Verdacht auf reine Fingerfertigkeit absolut unerreichbaren Orten wieder zu erscheinen.

Nicht zuletzt führte er einen weiteren Zuschauer auf der Bühne an der Nase herum, mit Hilfe eines kleinen roten Balles und eines sehr unauffälligen Komplizen. So erstaunlich es für den Bühnengast gewesen sein muss, so unterhaltsam war es für das restliche Publikum.

Giovannis entspannte Art, die Leichtigkeit seiner Präsentation und sein unbestreitbarer Charme machen seine Auftritte, selbst für diejenigen, die seinen flinken Langfingern zum Opfer fallen, immer wieder zu einem vergnüglichen Erlebnis, irgendwo zwischen verdrehter Realität, Ablenkung und verblüffender Raschheit.

zauberevent.de

 

Auch der Zauberer Phil Schmitz hat sich von einem Wiederholungstäter mittlerweile zu einem Stammkünstler bei der monatlichen Zaubermixshow gemausert. So übernimmt er inzwischen regelmäßig die Moderation des ZauberWerk; wärmt dort die Zuschauer von den Fingerspitzen bis in die Lachmuskeln auf, greift den Nachwuchsmagiern unter den Zuschauern tatkräftig unter die Arme und verblüfft das Publikum mit so manchem kleinen Kunststück. Dabei macht es den Eindruck, als seien besonders die Stammzuschauer immer mehr Feuer und Flamme für die liebenswert-chaotische Art und die zugleich spaßige wie auch wertschätzende und zeitlich immer angemessene Anmoderation des jungen Kölners. So freuen wir uns stets, wenn Phil das Pulheimer Publikum schlagfertig und authentisch durch die ZauberWerk-Abende führt.

www.phil-schmitz.de

 

Jannik Görtz war manch einem Zuschauer bereits aus einigen vorhergehenden ZauberWerken bekannt. Mal hatte er dort im Foyer an den Tischen gezaubert, einmal stand er bereits auf der Bühne. Bei seinem Auftritt im Februar schien er einen anderen Schwerpunkt auf seine Präsentation gelegt zu haben. Auf lustige Weise und mit manch lockerem Spruch auf den Lippen brachte er eine Reihe unterschiedlichste Kunststücke auf die Bühne. Da geschah etwas Ungewöhnliches mit zufällig bestimmten Spielkarten; die Persönlichkeit eines bis dahin ihm unbekannten Zuschauers war auf einmal kein Geheimnis mehr für den Künstler; und ein Geldschein machte eine effektvolle Reise aus der Hand eines Zuschauers in die des Zauberers an einen schwer zu erreichenden Ort, um nicht zuletzt übrigens im Theater zu verweilen. Sogar ein so gehassliebter, bei einem Zauberer immer irgendwie faul wirkende Zauberwürfel, verlor seinen Schrecken und vollzog in den Händen eines Zuschauers ein kleines Wunder.

Wenn auch Jannik in meinen Augen die Rolle des neckischen Zauberers nicht so gut steht wie die des ruhigen, malerischen Zauberkünstlers, zeigte er mit seinem Auftritt dennoch sympathische und gut präsentierte Magie, die das Publikum bestens unterhielt.

www.jannikgoertz.de

 

Der vierte Künstler des Abends war der Mentalmagier Goran Dujic. Auch er ist bekannt, besonders aus dem Anfängen des ZauberWerk in seiner heutigen Form. Mit einem kurzen, aber ausdrucksstarken und etwas erschreckendem Eröffnungseffekt startete er seinen Ausflug in die Gedanken seiner Zuschauer. Zahlen und Worte stellten, selbst im schnellen Wechsel, kein Problem für ihn da. Auch persönliche Informationen über Zuschauer spielten in seine Routine mit hinein. So vil war es, was er an diesem Abend aus den Köpfen seines Publikums las, dass es beinahe unübersichtlich wurde. Eine Wahl, die ein Bühnengast traf, konnte Goran ohne viel zögern herausbekommen. Und selbst als es mehrere Zuschauer mit Gedanken unterschiedlichster Natur wurden, konnte er diese Gedanken einwandfrei bestimmen.

Gorans Art, mentalmagische Effekte umzusetzen, ist sowohl durch eine Auswahl bestimmter Techniken als auch, oder besonders, durch seine Bühnenperson, besonders. Einerseits rigoros und gradlinig, andererseits aber auch mal gelockert und mit einem schelmischen Lächeln taucht er in die Gedankenwelt seiner Zuschauer ein und offenbart zum Erstaunen derselben, was er darin findet.

gd-magie.de

 

Vielen Dank an alle Zuschauer und die wunderbaren Künstler für eine weitere überaus gelungenen und zu unserer großen Freude abermals ausverkauften Ausgabe der ZauberWerk. Noch bis Mai geht es weiter, jeden 3. Donnerstag im Monat, im Theater im Walzwerk in Pulheim.